Name: Luna Geschlecht: weiblich / unkastriert Geburtsdatum: 20.04.2021 Fellfarbe: Weiß/Creme Schulterhöhe 30 cm geimpft, gechipt
Gewicht ca. 4,5-5 kg Ort: Brandenburg / 15517 Fürstenwalde
Berschreibung:
Der Hund ist seit Oktober 2025 auf einer Pflegestelle, weil er nicht mehr in der vorherigen Familie bleiben konnte. Die Familie drohte die Wohnung zu verliere, weil der Hund lange alleine war und viel bellte. Luna ist sehr reizarm aufgewachsen und wurde auch körperlich schwer misshandelt. Daraus ergibt sich, dass sie nicht viel kennengelernt hat und zuschnappt, wenn sie körperlich bedrängt wird. Man kann sie streicheln, kuscheln, auf den Arm nehmen, ihr ein Geschirr anlegen, sie kommt auf den Schoß und auch Tierarztbesuche sind kein Problem, wenn sie Vertrauen hat. Man darf sie allerding nicht von oben hochnehmen, zwangstreicheln oder sie körperlich korrigieren wenn sie gestresst ist (z.B. bei Hundekontakt). Fremde Menschen sollten sie nicht sofort anfassen. Wenn sie freiwillig kommt ist es kein Problem. Aus diesen Gründen sollte keine Kinder im Haushalt leben.
Luna ist absolut inkompatibel mit anderen Hunden. Draußen und drinnen. Sie bellt und greift jeden Hund an der in ihre Nähe kommt. Sie hatte vorher keinen Kontakt zu anderen Hunden und kann daher deren Körpersprache nicht lesen. Sie bringt innerhalb kürzester Zeit jeden Hund gegen sich auf und unterwirft sich nie. Daher kann man nicht auf Hundeplätze mit unbekannten Hunden gehen. Es kommt zu gefährlichen Situationen. Mit bekannten Hunden, die sie in Ruhe lassen geht es einigermaßen. Sie muss dann allerdings an der Leine bleiben und es erfordert ein Training, damit sie den anderen Hund nicht permanent ankläfft. Sobald sie frei ist, wird sie auch Hunde angreifen, die sie sie kennt. Es ist nicht gelungen sie mit den anderen beiden sehr sozialen Hunden zu vergesellschaften, die hier auch noch im Haushalt leben. Ein weiteres Problem sind andere Hundehalter, die nicht akzeptieren, dass Luna keinen Kontakt wünscht. Aufgrund ihres Verhaltens können auch noch so friedliche Hunde zur Gefahr für sie werden. Deshalb bleibt sie außerhalb des Grundstücks immer an der Leine. Man weiß nie wer um die Ecke kommt und man kann im „Notfall“ den Hund hochnehmen.
Vielleicht kann man mit Hilfe eines Hundetrainers ihr Verhalten etwas korrigieren, aber das muss in einer absolut sichern Umgebung passieren. Keine Experimente nach dem Motto, die Hunde machen das unter sich aus.
In dem Haushalt leben auch drei Katzen, das klappt so lala. Sie jagt die Katzen nicht, solange sie nicht ins Schlafzimmer kommen. Man kann sie wegschicken, wenn man die Katzen streichelt, aber es ist nicht wirklich entspannt, weil sie sehr eifersüchtig ist. In der Küche stehen sie nebeneinander und beschnuppern sich, aber sobald eine der Katzen ihr den Rücken zu dreht versucht sie sie in den Schwanz zu zwicken. Das Ganze klappt auch nur, weil die Katzen Hunde kennen und sehr souverän sind. Sie sind nie ohne Aufsicht zusammen.
Luna bekommt fettarmes Futter, weil sie Schwierigkeiten mit ihrer Bauspeicheldrüse hat. Sie bekommt ein strenge Diät ohne irgendwelche Leckerlies. Die Kosten hierfür bleiben im Rahmen. Das Futter ist nicht teurer als gutes Hundefutter.
Leider ist Luna auch nicht ganz stubenrein. Sie wurde in ihrer alten Familie bis zu 10 Stunden täglich alleine gelassen und hat daher aus der Not in die Wohnung gepinkelt. Das macht sie jetzt teilweise auch noch, wenn sie aufgeregt ist, sich sehr freut oder morgens, wenn man sie nicht zeitnah nach dem Aufstehen rauslässt. Sie pinkelt nicht aus Protest in die Wohnung, wenn man sie alleine lässt.
Luna braucht niemanden, außer ihren Menschen. Dann ist sie wirklich zauberhaft. Sie fordert nicht viel Beschäftigung. Es reicht ihr, wenn sie bei ihren Menschen ist. Sie sollte in eine eher reizärmere Umgebung kommen, weil sie schnell in Stress gerät, wenn zu viele Menschen oder Hunde um sie herum sind. Eine Mietwohnung wird nur unter ganz bestimmten Bedingungen funktionieren, weil sie viel bellt. Sie ist nicht gerne alleine. Auf der Pflegestelle muss sie teilweise alleine bleiben, aber das es sich um ein einzustehendes Haus handelt, gibt es keine unmittelbaren Nachbarn, die sich beschweren. Im Gegensatz zu der Anfangszeit hat sie schon viel dazu gelernt und kläfft nicht mehr durchgehend. Aber sie bellt halt, wenn sie Menschen im Treppenhaus hört oder sie sich freut. Wenn Besuch in die Wohnung kommt bellt sie, hört aber auf, wenn man sie ignoriert. Sie macht nichts kaputt, wenn sie frustriert ist.
Sobald sie Vertrauen gefasst hat ist sie eine wunderbarer Kameradin und bringt alles mit, was man sich von einem Hund wünscht. Treue, tiefe Verbundenheit zu ihrem Menschen und sie ist sehr witzig. Sie sucht intensiven Augenkontakt, wenn man mit ihr spricht. Man muss dafür nicht viel tun. In der Anfangszeit sollte man sie nicht streicheln bis sie von alleine kommt. Die ersten drei Tage war sie sehr misstrauisch und ich habe sie ignoriert. Danach folgte sie mir und nach 14 Tagen war das Eis komplett geschmolzen. Sie mag Menschen und wenn man ihre Triggerpunkte beachtet, besteht keine Gefahr, dass sie zuschnappt. Sie beherrscht alle Grundkommandos und lässt sich wegschicken, wenn sie Aufmerksamkeit in ungünstigen Situationen fordert.