Durch viele Jahrhunderte war der Spitz der ideale Wachhund, denn er meldet unbestechlich durch lautes, anhaltendes Kläffen jeden Fremden. Da Hüte- und Wachhunde im Gegensatz zu den Jagdhunden und den Schoßhunden der Damen zum gemeinen Volk zählten, erhielt der Spitz im Mittelalter den Namen Mistbeller. Entsprechend waren die Wachhunde um diese Zeit untergebracht.
Wir finden den Spitz auf der ganzen Welt, denn zu seiner großen Familie gehören: der Chow-Chow in China, die Laikas in Rußland,die Samojedenspitze im höchsten Norden und der Batakspitz auf Sumatra, und das sind nur einige Gruppen dieser Rasse. Durch archäologische Funde läßt sich die Geschichte der Spitze fast bis in die Steinzeit zurückverfolgen, der vermutlich schon in dieser grauen Frühzeit seine Aufgabe als unbestechlicher Wächter aufnahm.
Diese jahrhundertelange Beschäftigung hat ihn zum besten Hüter von jeglichem Besitz gemacht, den es unter den Hunden gibt. Bei ihm kann es schon einmal passieren, daß die Verteidigung vom Eigentum seines Herren, vor die Abwendung von Gefahren für Herrchen selber gestellt wird. Sein heftiges Mißtrauen gegenüber allem Fremden zwingt ihn, viel und laut zu bellen, dabei wirkt er äußerst angriffslustig und man soll sich vor ihm in Acht nehmen, wenn er auch selten beißt. Der Spitz braucht wenig Bewegung und ist ein Hund für die Städter, wenn Nachbarn bereit sind, sein Bellen wohlwollend hinzunehmen. Er ist der ideale Begleithund auf Waldspaziergängen, de er niemals wildert. Wenn auch sehr temperamentvoll, so ist er doch ein vorsichtiger Hund und wird daher von Schiffern heute sehr bevorzugt, da er trotz seiner Lebendigkeit niemals in Gefahr ist über Bord zu gehen.
Der Spitz ist ein treuer, anhänglicher, urgescheiter und genügsamer Hund, der sich auch mit Kindern gut versteht. Wir kennen ihn bei uns in drei Spielarten: Wolfsspitz, Großspitz und Zwergspitz.
Aus den Rassezeichen:
Schulterhöhe: Wolfsspitz möglichst über 45cm Großspitz 40 bis 50 cm Zwergspitz möglichst unter 28cm
Farbe: Wolfsspitz wolfsgrau,silbergrau, mit schwärzlichem Anflug. Bei schwarzen Spitzen müssen auch Unterwolle und Haut sehr dunkel sein. Die weißen Spitze sind reinweiß. Diese Farben gelten für alle drei Spielarten. Hinzu kommt seit kurzem der Zwergspitz, orange und braun. Kopf: Mittelgroß, verschmälert sich keilförmig zur Nasenspitze. Nase schwarz. Augen dunkel, etwas länglich. Ohren klein, dicht beieinanderstehend, hoch angesetzt, dreieckig zugespitzt. Körper: Kurz, gedrungen, sehr kecke Haltung. Reich und lang behaart, sehr locker, nur an Pfoten, im gesicht und an den Ohren kurz. An Vorder- und Hinterläufen starke, nach unten allmählich verlaufende Federn. Rute: Hoch angesetzt. Gleich an der Wurzel nach vorn aufwärts gebogen, fest aufliegend und direkt auf dem Rücken gerollt. ..." (Zitat-Ende)